Ups, schon wieder ein Jahr vorbei seit dem letzten Saisonopening in Obergurgl. Erbarmungslos wie immer der Wecker um 4:15 Uhr am Freitag früh, riesig die Vorfreude, endlich wieder Schnee unter den Ski zu haben, etwas bang, ob der Körper schon bereit ist für -17 Grad Celsius. Und die übliche Frage: „Kann ich es überhaupt noch?“ konnten alle mit „ja“ beantworten.
Die Hinfahrt durchs „Winterwonderland“ im Allgäu und über den Fernpass steigerte die Vorfreude der 18 Teilnehmer und auch in unserer ersten Station Sölden war richtig Winter. So eroberten wir uns die Hänge und den Gletscher, mal mit, mal ohne Kaffeepause, mal mehr, mal weniger stark schnaufend, denn der Anstieg von 300m auf fast 3500m ist nicht zu verachten. Und wie schon erwähnt, kalt war es auch. Manch eine hatte Probleme mit dem Kreislauf, aber dank Daniela wurde das Problem gelöst. Weiter ging es nach einem schönen Auftaktskitag nach Obergurgl ins Haus Mathiesn – seit 2011 unsere Unterkunft – das Problem der lauwarmen Duschen wurde hingenommen, zur abendlichen Startnummernverlosung für den Weltcupslalom der Männer musste man sich sowieso wie auf der Skipiste anziehen da kalt. Das war eine nette Veranstaltung. Schön mal die Rennfahrer, die man sonst nur im Fernsehen sieht, live zu erleben. Nachdem unsere beiden Nachzügler Thomas und Liv auch heil angekommen waren, gab es Abendessen im Hotel und dann den üblichen Treff auf dem Balkon – dieses Jahr in kleinerer Besetzung und verkürzt. Da schaffte es nicht mal DJ Angi uns aufzuwärmen.
Da es nachts noch etwas geschneit hatte, ließ der morgendliche Blick auf die Piste manch einen Jubeln: Powder und Sonne. Zwar nicht genug für rasante Tiefschneeabfahrten, aber genau richtig um ein paar frische Spuren zu ziehen. Nach dem Frühstück ging es gemeinsam die paar Schritte zur Gondel, nach ein paar Abfahrten teilte sich die große Gruppe in Gruppe Z (Zuschauer), Gruppe K (Kaffee), Gruppe S (Sport) und Gruppe „ich habe mich verfahren“. Treffpunkt war am Ende des Skitages wie immer die Nederhütte mit der legendären Live Band. Dank Susanne und Daniela hatten wir wieder unseren angestammten Tisch und konnten tanzen. Leider musste ich feststellen, dass man nicht jünger wird, mir war die Musik definitiv zu laut. Aber wie immer witzig und die Talabfahrt im Flutlicht auf Ski oder per Skidoo ist ein Highlight. Auch diesmal hat sich die Balkonparty zügig aufgelöst, ein paar sind in der Stube noch weiter zusammengesessen.
Am nächsten Tag dann wieder Sonne und blauer Himmel, einfach nur schön. Es wurde der erste Durchgang des Damenslaloms besucht, andere testeten die Hohe Mut Abfahrt bei gutem Schnee und Thomas musste feststellen, dass doch zu viele Steine neben der Piste waren, das mag nicht mal ein Snowboard. Ein bis zwei spektakuläre Ausstiege aus den Ski gab es auch, aber zum Glück kamen wir wieder ohne Verletzung davon. Zum Abschluss noch eine kleine Portion Knödel auf der wunderschönen Hohe Mut Hütte und dann hieß es wieder Tschüss Obergurl, bis nächstes Jahr. Leider war die Heimfahrt diesmal grausig, allein 2 Stunden bis zum Anfang des Ötztales war zäh. Wobei das uns im Nachhinein vermutlich die nötige Zeit verschafft hat, dass die Räumfahrzeuge das Blitzeis in den Griff bekommen haben.
Wie immer ein schönes Wochenende.
Save the date: 20. – 22.11.2026 ist reserviert.
Autor: Jutta Heinle