107 Jahre SZL -

Einhundert Jahre Skifreude in Ludwigsburg. Von einer Begeiserung geleitet, die uns auch heute noch fasziniert, hat im Jahr 1911 eine 29-köpfige Truppe - darunter auch 5 Frauen - wahren Pioniergeist bewiesen. Fernab von schneereichen Bergen gründeten sie einen Schneeschuverein.

Der Artikel in der LKZ zu unserem 100 jährigem Jubiläum: 

Seit 1911 läuft diese Zunft schon durch den Schnee

 

Geburtstag bei der Schneeläuferzunft Ludwigsburg – Viele Mitglieder werden geehrt – Hans Bach (92) ist seit 75 Jahren dabei

Mit einem großen Festakt feiert die Schneeläuferzunft Ludwigsburg ihr hundertjähriges Bestehen in der Musikhalle. 180 Besucher erlebten einen festlichen Abend zur Wintereröffnung des Traditionsvereins.

Von Udo Jansen

 

 

 

Es ist Dienstag, der 5. Dezember 1911. Architekt Friedrich Haußer bittet die Ludwigsburger Freunde des Wintersports zu einer Versammlung in den Ratskellersaal. 29 Besucher kommen, darunter fünf Fräulein, und gründen noch am selben Abend den ersten Skiclub der Stadt, den „Schneeschuhverein Ludwigsburg“.

Zehn Jahre später beschließt der Verein seinen Namen in „Schneeläuferzunft Ludwigsburg“ (SZL) zu ändern. Wohl wird nicht mehr nur durch den Schnee gestapft, sondern auf demselben auch gelaufen. Wobei zu dieser Zeit Schneelaufen sowohl Langlauf, Abfahrtslauf oder Tourengehen meinte; schließlich hat man, wenn überhaupt, nur ein paar Ski für alles. Die Bindung ist generell tourentauglich, denn Lifte gibt es so gut wie keine, ebenso wenig präparierte Pisten. Auf den Berg gelangt man deshalb vorzugsweise mit untergespannten Fellen.

Zum Festakt 100 Jahre SZL in der Musikhalle begrüßt der Erste Vorsitzende Gernot Jäger die 180 Gäste und macht sich daraus einen fünfzehnminütigen, flüssigen Reim, bevor Baubürgermeister Hans Schmid dem Verein seine besten Wünsche überbringt. Er weiß, wovon er spricht. Schließlich nimmt er seit acht Jahren tapfer an jeder alpinen Stadtmeisterschaft teil.

Nach den Grußworten der Verbandsvertreter und Dr. Ingo Schwytz in Vertretung von Reinhardt Weiss, dem Vorsitzenden des Stadtverbands für Sport, hält Oliver Martin die Festrede. Er blickt dabei zurück auf einhundert bewegte Jahre und nach vorn, in eine, dank vorbildlicher Jugendarbeit gesicherte Zukunft, in der das Wort Zunft ja bereits steckt.

Michael Finkbeiner und Rita Martin führen durch den festlichen Abend, unterbrochen durch zahlreiche Ehrungen, einer Tanzshow-Einlage von Denis Richter und Ana-Maria Heinemann des TSC Residenz Ludwigsburg und einem Grand Buffet von Torsten Lacher, Parkcafé.

Hans Bach (92) wurde für 75 Jahre Mitgliedschaft ebenso geehrt wie seine Vereinskameraden Rolf Conradt und Roland Essig, die beide seit über 70 Jahren der SZL angehören. Den Ehrenski in Gold erhielten Dieter Pavel und Hans Georg Rödel für ihre 60-jährige Mitgliedschaft, sowie Winfried Hirschberg, Sepp Tengler und Oliver Martin für besondere Verdienste, letztere in Verbindung mit einer Ehrennadel des Schwäbischen Skiverbands. Über diese dürfen sich auch Hans-Reinhardt Benning, Helga Hirschberg und Joachim Mayer freuen.

Die Ehrungen vollzogen Matthias Müller, Präsident Sportkreis und Deutsche Olympische Gesellschaft, Jochen Dietz, Verbandsjugendleiter des Schwäbischen Skiverbands und Werner Schüle, Bezirksvorstand SSV-Bezirk Stuttgart Unterland.

Erschienen:
15.11.2011 in der LKZ

 

Die Ansprache unseres 1. Vorsitzenden Gernot Jäger: 

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde der Schneeläuferzunft,

 

ich freu mich sehr Sie so zahlreich bei unserer Feier zum 100 Jährigen bestehen hier in der Musikhalle begrüßen zu dürfen.

 

Ganz besonders begrüßen darf ich unsere Ehrengäste

 

 

  • Baubürgermeister Hans Schmid  als Vertreter der Stadt Ludwigsburg

 

  • Präsident des Sportkreises Ludwigsburg und Vertreter des WLSB,
         Herr Matthias Müller

 

  • Verbandsjugendleiter für das Präsidium des SSV,  Herr Jochen Dietz

 

  • Bezirksvorsitzender des SSV Bezirk Stuttgart Unterland,
         Herr Werner Schüle

 

  • Ehrenvorsitzenden des Stadtverbandes für Sport  Herr Kurt Knecht

 

  • Vorsitzenden des Stadtverbandes für Sport und in Vertretung der
         Freien Wähler des Gemeinderates LB Herr Reinhardt Weiss

 

  • Fachbereichsleiter für Bildung, Familie und Sport der Stadt LB,
         Herr Wolfgang Fröhlich

 

  • Der Vertreter der CDU des Gemeinderates LB Herr Roland Kromer

 

  • Die Fraktionsvorsitzende der Grünen des Gemeinderates LB,
         Frau Anita Klett Heuchert

 

  •         Den Redakteur der Ludwigsburger Kreiszeitung Herr Udo Jansen

 

  

Viele Gedanken zu dem Fest heut  hab ich mir gemacht,

ein paar davon dann auch zu Papier gebracht.

 

Unendlich viel gäb es zu berichten,

leider muss auf vieles ich verzichten.

 

Versuche trotzdem niemand zu vergessen,

ist die Zeit auch knapp bemessen.

 

Was nach der Korrektur noch übrig ist,

sich folgender maßen liest.

 

 

100 Jahre frönen wir der weißen Pracht,

wobei Skifahren früher eher Mühe macht.

 

Erklomm man Berge da mit reiner Muskelkraft,

nicht alle hätten das geschafft.

 

Wo früher wurd gestöhnt geschwitzt,

heute im beheizten Lift man sitzt.

 

Und wo Unterwäsche duftig einem dann am Körper klebt,

es sich mit GoreTex und Membranen besser heute lebt.

 

Seinerzeit die Bretter lang und schmal,

die Bindung, Handling, Kantengriff ne Qual.

 

Geben heute Carver, Rocker, Twintip uns den Kick,

gewachst, geschärft der Einstieg dann mit einem Klick.

 

Und wer beim Stiefel dann nicht geizt,

bekommt den geschäumt und auch beheizt.

 

Mussten seinerzeit sie sich den Weg zum Gipfel und ins Tal noch bahnen,

und was jetzt kommt , jeder kann es wohl erahnen.

 

Pisten hunderte von Kilometer mit Kunstschnee optimiert,

Von Kässbohrer griffig eben präpariert.

 

Mit großen Schwüngen lassen wir uns heut zu Tal dann tragen,

ohne Gedenken an die Strapazen von vergangnen Tagen.

 


Après Ski mit Gitarre, Liedern, ein Glas Wein,

heut am Schirm will jeder dort der Erste sein.

 

Wo mit Flying Hirsch und Wodka Bull samt Aperol,

die Party steigt man fühlt sich wohl

 

Mit stylisch Outfit hämmernd beat

Niemals das Getränk versiegt.

 

Was gleich ist, damals wie auch heut,

ein jeder sich am Schnee erfreut.

 

Ob alles nunmehr besser ist auf dieser Welt,

das lass ich mal dahingestellt.

 

Wichtig dabei jedoch auch,   dass man die Arbeit an der Basis nicht vergisst,

sonst Nachwuchs wird in Bälde schon vermisst.

 

Übermächtig die Konkurrenz,    der Konsum greift sich die Kleinsten schon,

in Gefahr seh ich hier   den Sportverein, die Tradition.

 

Obwohl man im Verein vieles lernt    und dazu steh ich,

was  im Leben hilfreich und auch dienlich.

 

Anstatt mit Gameboy, Facebook zu veröden,

mit Daily Soaps, gar dann verblöden.

 

Doch einen Vorteil haben diese Gameboys,   das geb ich gerne zu,

auf Fahrten in die Freizeit,    ist im Bus damit dann Ruh.

 

Angezeigt ist hier nach vorn zu denken,

vielleicht gemeinsam Richtung Tradition zu lenken.

 

Dafür im Ausschuss wir oft beisammen sitzen,

planen diskutieren,    organisieren bringt uns oft ins schwitzen.

 

Drum mein ich, weil nicht alle diesen Ausschuss kennen,

werd ich ihn hier und heut,   einmal beim Namen nennen.

 

Damit jeder es in voller Größe kann erleben,

möchtet bitte ihr euch jeweils kurz erheben.

 

 

Finki

 

Oft zynisch, zweideutig wählt er sein Wort,

viel auf Reisen, ständig fort.

 

Als Beruf Steuerberater er sich nennt,

Erbsenzähler, wer ihn besser kennt.

 

Durch Wald und Wiese sieht man oft ihn traben,

immer einen lockren Spruch, für jeden Spaß zu haben.

 

Für Recht und Ordnung, Mails kommentiert er ungeniert,

als Vize ist Micha engagiert.

 

Was seinem losen Mundwerk wohl gebührt,

dass er uns durchs Programm heut führt.

 

 

 

 

Heike

 

Wer sie nun schon ne Weile kennt,

der weiß, Dinge sie ganz gern beim Namen nennt.

 

Wer leicht schwer hört und Klartext liebt,

sich auch sehr gern mit ihr umgibt,

immer emsig fröhlich frisch und frei,

bei fast jeder Aktion vorne mit dabei.

 

Schnell, penibel,   nachdrücklich einfach klasse,

Heike macht bei uns die Kasse.

 

Thomas

 

Nun komm ich zum 1. der Beiden hier im Bunde,

ein Fernsehsportler der allerersten Stunde.

 

Mit seinem Laden in der Stadt gelegen   ganz zentral,

Anmeldestelle, Sorgentelefon, stets freundlich kollegial.

 

Zeitens seine Uhren könnten etwas schneller gehen, doch stets bedacht,

er die Mitgliederverwaltung macht.

 

 

Die Stadtmeisterschaft er organisiert vor Ort,

Legt auch immer ein beim Amt ein gutes Wort.

 

Macht nie Urlaub nirgendwo,

Thomas, trotzdem weiter so.

 

Engagiert mit wenig Schnitzer,

unser erster, einziger Beisitzer.

 

 

Jutta

 

Als Physiotherapeutin bekommt sie jeden wieder fit,

seit drei Jahren macht sie bei uns mit.

 

Organisiert und fleißig, dafür darf ich loben,

kann jedoch auch kräftig fluchen, toben.

 

Mit großem Herz nimmt stets sich Zeit,

immer da und hilfsbereit.

 

Und gebt acht, wer welchen markig Spruch in Zukunft von sich lasse,

Jutta führt nicht nur die Schrift, nein auch die Schovi Kasse.

 

 

Jochen

 

Im echten Leben behände er den Pinsel schwingt,

den Schwenkbraten in lecker goldbraun Farbe bringt.

 

Immer und überall dabei, stets die Völker animiert,

als Referent der Jugend diese aquiriert.

 

Ein Mann für alle Fälle, und wenn´s haushoch brennt,

gut dass man den Jochen kennt.

 

Präsent    bekannt hier im Geviert,

bekommt er es geregelt,   organisiert.

 

Und wer versucht die Geschicke hier zu lenken,

ist ER niemals wegzudenken.

 

Das hat wohl auch St. Valentin erkannt,

zum Einheimischen ist er dort ernannt.

 

Und wenn sich ab und an sein Blick mal weitet,

nicht vergessen, er seit Jahren Freizeiten organisiert und leitet.

 

Am Dienstag leider kam er dann zu spät, war ganz geknickt,

sein Sohn Lukas ohne ihn das Licht der Welt erblickt.

 

Frank/Paul

 

In einem Verein mit vielen Festen äußerst wichtig,

das ist der Mann für die Logistik.

 

Ein LKW mit Kran macht schwere Arbeit leicht,

so schnell ist manches Ziel erreicht.

 

In seine Fußstapfen seit 2011, auch emsig und nicht faul,

tritt sein Sohn Paul.

 

Vollzogen ist hier nun doch schon,

der Wechsel in die nächste Generation.

 

So sag ich, wissend steht weiter zu Verfügung unser Frank,

großartige Leistung, vielen Dank.

 

Paul auch keine Sorge, hat dein Vater nie auch nix vergessen,

kannst du dich heut schon mit ihm messen.

 

 

Christoph

 

Von seiner Art her eher ruhig, besonnen,

hat etliches an Sympathie gewonnen.

 

Als Helfer aller erste Klasse,

ist er zuständig für die Rennsportkasse.

 

Christoph mit Deinem Engagement und deinem Wissen,

wollen wir dich hier nie missen.

 

Markus

 

Vor Jahren aus der Palz hier her gekommen,

ein Ludwigsburger Mädel sich zur Frau genommen.

 

Tagsüber mit Bohrer, Laser, Implantaten als Dentist besticht,

nachts in der Garage mal kurz 10 Paar Ski noch richt.

Sportlich talentiert, engagiert und generell,

mag er alles was Räder hat, und ist schnell.

 

Dass man auch mal bremsen kann, das weiß er nicht,

so holt man sich Brüche, Narben im Gesicht.

 

Zuverlässig, kompetent und mit viel Spaß,

gibt er mit seinen Racekids auf der Piste Gas.

 

Alpiner Rennsport ist sein Resort,

Markus, mit Dir bin ich ganz d´accor

 

 

 

Reini

 

Tabellen mit Punkten des Bezirks er gerne liest,

besonders seit die SZL ganz weit vorne ist.

 

Mit Bohrer Slalomstangen war er oft beladen,

kam seinerzeit zu uns aus den Karpaten,

 

Trainer, Ingenieur und Visionär,

Reini weiter so, das schätz ich sehr.

 

Sepp Tengler

 

Meist fernab von Trubel und Gedränge,

erledigt er so manche Botengänge.

 

Und was ein jedem sehr gefällt,

er nach sportlich Leistung eine Medaille oder gar Pokal erhält.

Und weiter als Belohnung für den Fleiß,

gibt es vielleicht noch einen Preis.

 

All das besorgt er, emsig, ist kein Quengler,

unser Sepp der Tengler.

 

Oli Kainz

 

Auf Festen, Veranstaltungen und Partys er sich gern bewegt,

der SZL die Homepage hegt und pflegt.

 

Oft auch dann der Letzte der da geht nach Haus,

kommt dafür morgens etwas später raus.

 

Ein Profi in Lizenz und Marketing,

cool und lässig macht er hier sein Ding.

 

Weiß wo günstig alles zu besorgen ist  - 3 2 1 meins,

Plakate, Flyer und Programme sind von Oli Kainz.

 

 

Marcel

 

Locker, lässig Vollalarm,

da kommt er unser Mädchenschwarm.

 

Erwähnte ich es vorhin schon,

Engagement der nächsten Generation.

 

Schwankt noch zwischen bodenständig und Rebell,

ist Buswart, heißt Marcel.

 

Beate

 

Noch nicht ganz bei uns im Ausschuss angekommen,

kommissarisch jedoch ein Amt schon übernommen,

 

Was für uns von großer Wichtigkeit und Interesse,

ist der Kontakt zur Lokalen Presse.

Denn nur wer ständig inseriert,

Informationen zuverlässig transportiert.

 

In Eglosheim ist Beate Stadtbekannt

Zum Pressereferent bei uns ernannt.

 

Rita

 

Die Geschäftsstelle jeden Mittwoch ist besetz

Seit über 20 Jahren ist sie mit allen gut vernetzt,

 

Zu jedem Anlass, zu jeder Zeit an jedem Ort,

findet sie das richtge Wort,

 

Auch ist sie ganz darauf versessen,

keinen Geburtstag,  Jubilar darf ich vergessen.

 

Rita bleib gesund werd niemals krank,

meiner Sekretärin besten Dank.

 

Und wenn auch öfters um Entscheidungen wir zanken,

möchte ich Euch hier und heute danken.

 

ist´s oft auch stressig, alle ham wir doch erkannt,

dass durchaus Freude macht das Ehrenamt.

 

Dank an alle auch, die zu diesem Fest hier beigetragen,

heute wie auch an unzählig andren Tagen

 

Dank an alle weiteren Helfer, Mitglieder und Sponsoren,

ohne Euch wären wir nichts, wärn gar verloren.

 

 

Wenn sie mir bitte ihre ganze Aufmerksamkeit noch schenken,

möcht ich nicht versäumen unsrer Toten zu gedenken.

 

Leider mussten wir zu oft in vergangnen Tagen,

liebe lange Mitglieder zu Grabe tragen.

 

 

So möchte ich meine Begrüßung hier zu Ende bringen,

und wünsch uns allen einen schönen Abend und gutes Gelingen.

 

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

 

 
 

 Unsere Chronik der 100 Jahre in Kurzform

1911

  • Im Dezember gründen 29 „Ludwigsburger Skiläufer und Freunde des Wintersports" einen Schneeschuhverein zum Anschluss an den Schwäbischen Schneeschuhbund

1919

  • In der Ochsenwanger Hütte findet der Verein ein Domizil für organisierte Ausfahrten mit Skikursen

1921

  • Umbenennung des Vereins in „Schneeläuferzunft Ludwigsburg"

1923 bis 1927

  • Die Zunft verzeichnet 145 Mitgliedern, davon 45 Jugendliche; Gründung einer eigenen Abteilung zur Förderung der Jugend
  • Die Ochsenwanger Hütte wird aus Kostengründen aufgegeben
  • Die ersten offiziell ausgeschriebenen Vereinsläufe durchgeführt; dabei machen sich die ersten ‚Skilehrer' verdient
  • Neben regelmäßigen, zünftigen Ausfahrten wird zur Überbrückung ein sommerliches Sport- und Gymnastikprogramm eingeführt

1931 bis 1938

  • Bei der zwanzigjährigen Gründungsfeier weist der Verein beachtliche 250 Mitglieder und mehr als 50 Jugendliche auf
  • Der Skilauf manifestiert sich nach Errichtung des ersten Skilifts am Iseler in Oberjoch endgültig als Volkssport
  • Trotz politischer Einschnitte führt der Verein Sonntags- und Weihnachtsausfahrten durch
  • Die Teilnahme an Ausscheidungen im Enz-Murr-Kreis sowie an Schwäbischen Skimeisterschaften drücken dem Verein ein erfolgreiches Sigel auf

1941

  • Das „30jährige" Bestehen des Vereins stand im Schatten des Krieges und endet mit der Einstellung der skisportlichen Betätigung, nachdem das gesamte Skigerät abgeliefert werden musste

1947

  • Neubeginn mit bereits 76 Mitgliedern

1948 bis 1950

  • Die Wintersaison 1948/49 führte die Jugendlichen zum Kurs nach Isny und die Älteren ins Haus Küren im Walsertal
  • Die Zunftführung beschloss die vergangenen Familienabende durch eine Wintereröffnungsfeier abzulösen
  • Beachtliche sportliche Erfolge wurden beim Iseler Standardlauf und bei den Schwäbisch alpinen Meisterschaften erzielt

1951

  • Das 40jährige Jubiläum wird im Bahnhotel würdig begangen
  • Ausrichtung SSV-Jahrestagung in Ludwigsburg. Christel Cranz hält Vortrag und erzählt

1956 bis 1960

  • Vereinsmeisterschaften wie z.B. in Jux-Spiegelberg, das Durchführen von Hochtouren und das Erlernen einer neuen Skifahr-Technik forderten die Verantwortlichen des Vereins
  • Zeitmessung durch Telefonverbindung zwischen Start und Ziel löst Sichtstart mit synchron laufenden Uhren ab

1961

  • Bei der 50-Jahrfeier verabschiedet sich Friedrich Haußer, der als unermüdlicher Skipionier den Verein mitgeprägt hat

1962

  • Hugo Lang führt nun die Geschicke des Vereins. Schwerpunkt wird die Ausbildung der Lehrwarte beim Skiverband

1965

  • Der Grasskilauf wurde entdeckt. Die Skizünftler waren mit vorne dabei

1966 bis 1968

  • Rennläufer finden bei den Verbandsmeisterschaften ihre Herausforderung; die Zunft schafft einen Vereinsbus mit Werbeflächen an
  • Mit der wiederholten Durchführung der vier "Skisonntage" werden erstmals kommerzielle Kurse veranstaltet
  • Das Haus Missen im Allgäu wird als Ausgangsbasis erkoren und ausgebaut und später langjährig gepachtet

1972

  • Die Zunft beteiligt sich erstmalig am Marktplatzfest der Stadt Ludwigsburg

1973

  • Ereignis der Jahres: SZL richtet erstes Deutschland-Pokal-Rennen im Grasski in Owen-Teck aus

1974 bis 1975

  • Der Grasskisport etabliert sich. Der Übungsbetrieb wird durch einen mobilen Skilift unterstützt. Die Skizunft wird Zentrum für Grasskisport im SSV

1976

  • Die Zunft hat einen deutschen Meister im Grasski: Walter Zimmer
  • Anmietung einer Wohnung in der Brenzstraße 2 und Einrichtung einer Geschäftsstelle. Diese wurde von Karin Zimmer, Helga Single und Gusti Bildstein ehrenamtlich betreut. Umbauarbeiten zur vielfältigen Nutzung der Räumlichkeiten folgten

1977

  • Walter Zimmer wurde zum dritten Mal Europa-Cup-Gesamtsieger im Grasski und und wird vom Wahlgremium der Ludwigsburger Kreiszeitung zum Sportler des Jahres gewählt

1978

  • Brigitte Single wird deutsche Meisterin und Europameisterin im Grasski und wird vom Wahlgremium der Ludwigsburger Kreiszeitung zur Sportlerin des Jahres gewählt
  • Hugo Lang gibt bei der Hauptversammlung sein Amt als 1. Vorsitzender ab und Jürgen Striffler übernimmt dieses zunächst kommissarisch
  • Die Mitgliederkartei und der Beitragseinzug wird auf EDV umgestellt

1979

  • Insg. 4 Mitglieder bei der ersten Grasski-Weltmeisterschaft in den U.S.A (Teilnehmer: Brigitte Single, Susanne Braun, Heike Kempter, Peter Bildstein - Mannschaftsführer: Heinz Single - Betreuerin: Helga Single)
  • Brigitte Single krönt den Erfolg der Grasski-Damen indem sie Weltmeisterin wird. Vom Wahlgremium der Ludwigsburger Kreiszeitung wird Sie zum zweiten Mal zur Sportlerin des Jahres gewählt
  • Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister H.-J. Schäfer finden die ersten stadtoffenen alpinen Vereinsmeisterschaften mit 290 Teilnehmern riesige Resonanz
  • Zu nennen ist u.a. Walter Zimmer, ohne dessen Einsatz diese Triumphe wohl nicht möglich gewesen wären

1981

  • Brigitte Single erneut  deutsche Meisterin im Grasski und zum dritten Mal vom Wahlgremium der Ludwigsburger Kreiszeitung zur Sportlerin des Jahres gewählt
  • Die Wohnung in der Brenzstraße, Sitz der Geschäftsstelle wird als Eigentumswohnung erworben

1986

  • Im Jubiläumsjahr hat die Zunft 700 Mitglieder, davon 156 Jugendliche
  • Als Lehrpersonal standen 3 Übungsleiter Oberstufe, 10 Übungsleiter Grundstufe und 16 Übungsleiteranwärter zur Verfügung

1998

  • Tanja Schmid wird deutsche Meisterin im Grasski (Super G)

1999

  • Tanja Schmid wird deutsche Meisterin im Grasski (Slalom) und wird vom Wahlgremium der Ludwigsburger Kreiszeitung zur Sportlerin des Jahres gewählt

 

Quellen: Festschriften „50 Jahre Schneeläuferzunft Ludwigsburg" 1911-1961 und „75 Jahre Schneeläuferzunft Ludwigsburg e.V. 1911-1986"

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